Mittwoch, 30. Mai 2018

das letzte bild

learodent

weil es als letztes bild recht gut passt:
meine aktuelle illustrationsarbeit für das soziale theaterprojekt
Kreativ am Werk.
(premiere am kommenden donnerstag in wien, sicher wieder sehr sehenswert!)

Freitag, 18. Mai 2018

0525

das war das ende. wirklich alles war nun aus, daher erhob sich der letzte archivar von seinem arbeitsplatz und griff das erste mal in seinem leben zu dem schlüssel mit dem roten plastikschildchen, im vorsatz, ihn nun auch zu benutzen. so lange hatte er ihn sorgsam versteckt an seinem leib getragen, ihn immer wieder gespürt. er riskierte einen kurzen blick zurück an seinen arbeitsplatz, als er die türe von außen zuzog; die vielen regale, die er in seinem leben vollgestopft hatte, sahen aus wie immer, nichts war anders. als der schlüssel einrastete und dabei den bisher niemals betätigten zusatzbolzen erreichte, löste dieser sofort einen komplizierten mechanismus aus, der das ganze archiv strategisch zerfallen ließ. alle dokumente wurden durch etliche in der luft herumwirbelnde rasiermesserscharfe klingen zu kubistischem konfetti, nachdem sich die regale an ihren neuralgischen sollbruchstellen dominoeffektartig zerlegt hatten und die papierbündel flatternd in den raum ergossen. bald war nur noch ein meer aus holz und papier übrig, das den boden deckte. der ehemalige archivmeister hörte diese vorgänge hinter sich nur schwach, versenkte noch in viele andere abteilungstürenschlösser diesen fatalen schlüssel. hier einen hebel umlegen, dort einen knopf drücken. in manchen abteilungen musste mühsam ein chymisches feuer gelegt oder auch mit dem hochdruckwasserschlauch alles durch ein frisch geöffnetes loch in der gebäudewand hinausgeschwemmt werden. erst nach vielen stunden kam er endlich in die haupthalle. dort aktivierte der schlüssel eine letzte konsole im boden, die sich langsam erhob und – für jede abteilung, knopf für knopf – ermöglichte, die einzelnen räume hyperdimensional wegzufalten. nun war nur noch die halle übrig. bald schloss der ehemalige archivar das haupttor von außen. das gebäude war verschwunden, als ob es nie da gewesen wäre. er stand am toten ende eines weges in der nächtlichen anlage des parks. er drehte sich um und ging zu den vielen anderen gebäuden, zu denen der schlüssel noch passte.


(aus: 2015 - fuck me tender/Mai)

Donnerstag, 17. Mai 2018

was würde ich tun...

...wenn ich nur noch 14 tage zu leben hätte?

die frage drängt sich auf, wenn man sich vergegenwärtigt, dass ja hier am 31.5.2018 die schotten dichtgemacht werden; der hahn zugedreht; das licht verlöschen; der vorhang fallen; das letzte lied verklingen; der stecker gezogen und alles was so an input über 15 jahre zusammengekommen ist zusammengeknüllt und im klo heruntergespült werden wird (natürlich wird das eine oder andere auch von ein paar fleißigen kopiert und anderswo weiterhin abrufbar sein, schon klar - aber hier, also unter (whatever).twoday.net wird man nichts mehr finden und in unendliche leere laufen).

wenn ich also nur noch 14 tage zu leben hätte, würde ich nichts anders machen als bisher.
ich würde mein leben genau so leben wie ich es für das beste halte - das habe ich immer gemacht.
dieser blog war ein teil davon, und er wird nun verschwinden, in 14 tagen, gemeinsam mit twoday.

ich sehe das als kleinen vorgeschmack auf mein tatsächliches sterben, das irgendwann (wahrscheinlich erst nach diesen 14 tagen, aber man weiß es ja nie so genau...) stattfinden wird.
dann wird auch alles weg sein, völlig spurlos. es macht keinen sinn, sich an irgendetwas zu klammern, weil alles ohnehin nur immer jetzt da ist.
es gibt kein später, und es gibt auch kein wo anders. es gibt nichts, das bleibt.

irgendwo im weiten netz bin ich natürlich weiterhin aktiv, bis auf weiteres, für die, die es interessiert (aber die wissen es ohnehin schon länger):
man findet mich auf twitter, instagram, seit langem schon auf flickr, aber auch auf tumblr,
wenn man wissen will, woran ich gerade so dran bin.

ich danke allen für die zeit hier: den twoday-mitarbeitern, den anderen bloggerinnen & bloggern, den lesern, den kommentatoren, für die aufmerksamkeit, den austausch, das interesse.

ich wünsche euch allen nur das beste!

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was es so gibt...

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zuletzt passiert:

sehr gerne! - bis jetzt...
sehr gerne! - bis jetzt war noch jedes der stücke...
david ramirer - 4. Jun, 10:18
na schau, jetzt hab ich...
na schau, jetzt hab ich mir sogar die termine der vorstellungen...
la-mamma - 4. Jun, 09:55
*winke* :)
*winke* :)
david ramirer - 31. Mai, 20:03
danke dir -
würde mich auch freuen! alles liebe dir!
david ramirer - 31. Mai, 20:02
Wunderschön David
Ich hoffe auf ein wiederlesen, irgendwann irgendwo
tilak - 31. Mai, 18:45
bye bye
bye bye
dus - 31. Mai, 18:06
hat was. grübel.
hat was. grübel.
bonanzaMARGOT - 31. Mai, 06:02
danke -
das stück ist sicher sehenswert! - der regisseur...
david ramirer - 30. Mai, 19:49
Ein schönes auch...
Ein schönes auch noch dazu. Vielleicht bin ich...
boomerang - 30. Mai, 19:44
Beneidenswert...
Beneidenswert...
bonanzaMARGOT - 19. Mai, 20:25
und das ist er innerlich...
und das ist er innerlich und äußerlich -...
david ramirer - 19. Mai, 20:06
Bruce ist wirklich sehr...
Bruce ist wirklich sehr schön.
bonanzaMARGOT - 19. Mai, 20:03
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Wer ist denn Bruce?
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es ist ja auch nur ein vorurteil, dass der solipsistisch...
david ramirer - 19. Mai, 18:13
ewigkeit ist einfach...
ewigkeit ist einfach sein. jeder moment ist ewig. dummerweise...
bonanzaMARGOT - 19. Mai, 09:54
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die ewigkeit wird viel zu oft bemüht, ebenso wie...
david ramirer - 19. Mai, 09:40
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ich klammere mich nicht dran. aber da ich glaube, dass...
bonanzaMARGOT - 19. Mai, 09:24
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ich glaube nicht an das weltgedächtnis... das...
david ramirer - 19. Mai, 08:38
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die blogs lassen sich wo anders hin transportieren. rein...
david ramirer - 19. Mai, 08:35

...diverses...



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jetzt stapelst du aber tief - ich habe ja durchaus...
abendGLUECK - 12. Jun, 20:06
ja,
geht's noch??! antwort eines kellners am cobenzl aus...
tilak - 8. Jun, 15:20
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wenn mir ein philosoph etwas erlaubt, schalte ich sofort...
abendGLUECK - 6. Jun, 10:38

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