Gestatten, mein Name ist RAMIRER, Ernst RAMIRER. Diese Vorstellung, die Ian Fleming seinem Actionhelden James Bond in den Mund gelegt hat, ist schon sehr eindringlich und ist wahrscheinlich mit den Benimmregeln des Herrn Knigge durchaus vereinbar.
Diesen Namen trage ich, wie normalerweise zu erwarten, seit meiner Geburt, denn meine Eltern wollten den Vornamen meines Vaters „Ernst“ weitergeben. Ob aus Tradition oder aus mangelnder Fantasie mag ich nicht beurteilen. Auch „Ramirer“ sollte in der Weltgeschichte erhalten bleiben.
Die Freude über diesen Namen hielt sich in meiner Jugend in Grenzen, denn wenn schon der Name eine gewisse Ernsthaftigkeit beinhaltet, so sollte sich der so genannte Mensch auch danach verhalten. Aber soll man jetzt bitterernst durch das Leben gehen? „NEIN!“ dachte ich. Und so wurde ich eine Person, die das Leben, so Ernst es auch manchmal war, eher von der heiteren Seite betrachtet, und fröhlich die Probleme meisterte, ohne alles auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit der Zeit wurde aus der, aus meiner Sicht, Krücke ein tolles Szepter, denn bei Vorstellungen, zum Beispiel beim Sport, wo nur der Vorname gefragt ist sage ich manchmal, um den Erinnerungswert zu erhöhen: “Ernst – wie das Leben so ist“ und viele lachen und vergessen mich nicht so schnell.
Einige meiner Freunde nennen mich einfach Ernst. Viele glauben mir mit der Verniedlichung „Ernsti“ eine Freude zu bereiten. Jene die das Meidlinger „L“ beherrschen rufen mich gut gelaunt „Ernstl“. Mir sind alle Versionen recht.
Aber jetzt zu dem fast unaussprechlichen Familiennamen „RAMIRER“.
Die hälfte aller Leute die diesen Namen zum Erstenmal hören können sich nicht vorstellen wie man ihn schreibt. Das liegt wahrscheinlich daran, weil man ihn nicht gut aussprechen kann. Die drei „R“ innerhalb verleiten dazu das „er“ am Ende als „a“ auszusprechen. Dies führt zum ersten Missverständnis. Der zweite Fehler passiert beim „i“ in der Mitte. Viele denken bei Worten die mit „ierer“ geschrieben werden wäre ein „ie“ erforderlich. Da behelfe ich mich mit der Floskel: „ Ich bin nur ein einfacher Ramirer“ und schon funktioniert es.
Vielen Bekannten oder Kunden war es oft ein Bedürfnis zu erfahren woher dieser Name wohl kommen könnte. Ich weiß es nicht, aber die Möglichkeit, der Name sei aus Ländern in denen Spanisch gesprochen wird gekommen, ist sehr hoch. „RAMIRO" und "RAMIREZ“ sind dort sehr häufig anzutreffen. Ramirer mag mit deutscher Endung versehen sein.
Der Familienname führt in Kindertagen, wie es so ist bei Jugendlichen, zu Veräppelungen wie: Radierer, Pfeiffenstierer und ähnlichen äußerst lustigen Abänderungen. Lustig für die, die so großartige Einfälle hatten. Einer unserer Ahnen meinte "Namen sind nur Schall und Rauch", also vergänglich. Mit der steigenden Anzahl meiner Lebensjahre wurde ich auch nicht überzeugt von der Schönheit meines Namens, muss aber zugeben, dass wenn mein Name wo gedruckt erscheint meine Eitelkeit geweckt wird. Um zu sehen, wie häufig mein Name wo aufscheint bemühte ich die Suchmaschine GOOGLE. Die Überraschung war groß als unter „Ernst“ 63.900.000 Eintragungen aufscheinen, die allerdings mit dem Namen nur den Wortlaut gemeinsam haben. Bei „Ramirer“ sind es immerhin noch 34.000. Auch „Ernst Ramirer“ wird noch 613 mal erwähnt. Ich glaube das reicht jetzt meine Eitelkeit für eine Zeitlang zu befriedigen.
wer mir was abseits der kommentare mitteilen will, möge das bitte unter meiner e-mail-adresse gerne tun.
für mit diesem weblog verlinkte andere seiten - und dort vielleicht auftauchende ungehörige photos, anzügliche texte oder gottes- und staatslästerliche gedanken und andere pisse & scheisse - bin ich nicht verantwortlich zu machen. bitte tragen sie ihre sorgen wo anders hin, danke.
Lieber für etwas gehasst werden, das man ist, als für etwas geliebt werden, das man nicht ist. André Gide
Der Name : Freud und Leid am eigenen Beispiel.
Diesen Namen trage ich, wie normalerweise zu erwarten, seit meiner Geburt, denn meine Eltern wollten den Vornamen meines Vaters „Ernst“ weitergeben. Ob aus Tradition oder aus mangelnder Fantasie mag ich nicht beurteilen. Auch „Ramirer“ sollte in der Weltgeschichte erhalten bleiben.
Die Freude über diesen Namen hielt sich in meiner Jugend in Grenzen, denn wenn schon der Name eine gewisse Ernsthaftigkeit beinhaltet, so sollte sich der so genannte Mensch auch danach verhalten. Aber soll man jetzt bitterernst durch das Leben gehen? „NEIN!“ dachte ich. Und so wurde ich eine Person, die das Leben, so Ernst es auch manchmal war, eher von der heiteren Seite betrachtet, und fröhlich die Probleme meisterte, ohne alles auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit der Zeit wurde aus der, aus meiner Sicht, Krücke ein tolles Szepter, denn bei Vorstellungen, zum Beispiel beim Sport, wo nur der Vorname gefragt ist sage ich manchmal, um den Erinnerungswert zu erhöhen: “Ernst – wie das Leben so ist“ und viele lachen und vergessen mich nicht so schnell.
Einige meiner Freunde nennen mich einfach Ernst. Viele glauben mir mit der Verniedlichung „Ernsti“ eine Freude zu bereiten. Jene die das Meidlinger „L“ beherrschen rufen mich gut gelaunt „Ernstl“. Mir sind alle Versionen recht.
Aber jetzt zu dem fast unaussprechlichen Familiennamen „RAMIRER“.
Die hälfte aller Leute die diesen Namen zum Erstenmal hören können sich nicht vorstellen wie man ihn schreibt. Das liegt wahrscheinlich daran, weil man ihn nicht gut aussprechen kann. Die drei „R“ innerhalb verleiten dazu das „er“ am Ende als „a“ auszusprechen. Dies führt zum ersten Missverständnis. Der zweite Fehler passiert beim „i“ in der Mitte. Viele denken bei Worten die mit „ierer“ geschrieben werden wäre ein „ie“ erforderlich. Da behelfe ich mich mit der Floskel: „ Ich bin nur ein einfacher Ramirer“ und schon funktioniert es.
Vielen Bekannten oder Kunden war es oft ein Bedürfnis zu erfahren woher dieser Name wohl kommen könnte. Ich weiß es nicht, aber die Möglichkeit, der Name sei aus Ländern in denen Spanisch gesprochen wird gekommen, ist sehr hoch. „RAMIRO" und "RAMIREZ“ sind dort sehr häufig anzutreffen. Ramirer mag mit deutscher Endung versehen sein.
Der Familienname führt in Kindertagen, wie es so ist bei Jugendlichen, zu Veräppelungen wie: Radierer, Pfeiffenstierer und ähnlichen äußerst lustigen Abänderungen. Lustig für die, die so großartige Einfälle hatten. Einer unserer Ahnen meinte "Namen sind nur Schall und Rauch", also vergänglich. Mit der steigenden Anzahl meiner Lebensjahre wurde ich auch nicht überzeugt von der Schönheit meines Namens, muss aber zugeben, dass wenn mein Name wo gedruckt erscheint meine Eitelkeit geweckt wird. Um zu sehen, wie häufig mein Name wo aufscheint bemühte ich die Suchmaschine GOOGLE. Die Überraschung war groß als unter „Ernst“ 63.900.000 Eintragungen aufscheinen, die allerdings mit dem Namen nur den Wortlaut gemeinsam haben. Bei „Ramirer“ sind es immerhin noch 34.000. Auch „Ernst Ramirer“ wird noch 613 mal erwähnt. Ich glaube das reicht jetzt meine Eitelkeit für eine Zeitlang zu befriedigen.