getöpfertes anzumalen hat - neben den künstlerischen möglichkeiten - auch den großen vorteil, dass die ergebnisse auch einen praktischen nutzen haben (staubfänger, teeschale, espressotasse, regalfüller).
starb am 8. april 1973 in frankreich als alter, reicher mann nach einem lebenslangen, schweren leiden: er musste ALLES, was er sieht, sofort auf (allerdings gemalten) bildern festhalten und war dadurch der erfinder der lomographie, des kubismus, der geldscheinmalerei, des stierkampfbesuches mit zigarre in der goschen und des vor-, neben- und außerehelichen beischlafs. er hat sein ganzes geld ausschließlich mit seiner malerei verdient und konnte es sich im alter sogar leisten, keramiken und skulpturen in die welt zu stellen, die auch heute noch in den museen verstauben.
ich liebe die "einfach so mal" hingekritzelten skizzen von ihm.wo er übte, wo er eigentlich nie hätte üben müssen. letztendlich ist so ein genie bisweilen abturnend, denn dann malt man nie mehr wenn man anfängt vergleiche zu ziehen....[ich zumindest]
leider haben genies auf manche menschen diese wirkung, stimmt.
auf mich wirken derartige großmeister immer animierend und aufputschend. im sinne von "der hat sich das nur angeeignet, damit ich von dem punkt aus selber ein paar schritte weiter gehen kann", aber ich weiß, dass diese sicht der dinge nicht sehr verbreitet ist... :-)
du hast eben ein gesundes selbstwertempfinden.das haben menschen die mit ihren primären beziehungspersonen gesunde selbstobjekterfahrungen gemacht haben(=objektrepräsentanzen).
wenn objekte als liebevoll, wertschätzend und zuverlässig erfahren werden konstituieren sich entsprechende selbstrepräsentanzen, das heißt eine liebevolle beziehung zu sich selbst.
da dich ein picasso motiviert, sogar pusht, kann ich dir nur gratulieren[wobei ich an meine zeiten denke, als ich meinte, die blaue phase eines picasssos nachmalen zu
müssen, so sehr pushte er mich....]
mein gesundes selbstwertempfinden ist sicher wertvoll. aber ich habe es nicht immer gehabt, seltsamerweise aber haben mich die "genies" und "meister" und "superstars" aber immer eher amüsiert und motiviert als demotiviert und beeindruckt. selbst damals, als ich dachte, dass ich selbst rein gar nichts wert bin, war mir immer auch das versagen und das mensch-sein von diesen superheros sehr bewusst. aber es stimmt schon, was du sagst: unter meiner damaligen dünnen haut von selbstabwertung schlummerte wohl eine recht vitale freude am dasein und am schaffen, die ich mit diesen (nur scheinbar) so fernen "gottkaisern der malerei und kunst" teilte. ich hatte damals wirklich andere sorgen als das können von picasso, magritte, laurie anderson, johann sebastian bach oder roy lichtenstein... deren können und meisterschaft gehörte eher zu den dingen auf der habenseite, da ich sie alle schon sehr bald als "kollegen" empfand, die für die gleiche sache "kämpfen". also in gewisser weise eine bruder- und schwesternschaft, der anzugehören etwas wertstiftendes für mich war. ein erhelltes fenster im dunkel der depression...
wer mir was abseits der kommentare mitteilen will, möge das bitte unter meiner e-mail-adresse gerne tun.
für mit diesem weblog verlinkte andere seiten - und dort vielleicht auftauchende ungehörige photos, anzügliche texte oder gottes- und staatslästerliche gedanken und andere pisse & scheisse - bin ich nicht verantwortlich zu machen. bitte tragen sie ihre sorgen wo anders hin, danke.
Lieber für etwas gehasst werden, das man ist, als für etwas geliebt werden, das man nicht ist. André Gide
In Wien scheint die Getöpfertesanmalennoritis ausgebrochen zu sein.
:-)
abseits davon:
herr prof. dr. pablo ruiz pic-asso
auf mich wirken derartige großmeister immer animierend und aufputschend. im sinne von "der hat sich das nur angeeignet, damit ich von dem punkt aus selber ein paar schritte weiter gehen kann", aber ich weiß, dass diese sicht der dinge nicht sehr verbreitet ist... :-)
wenn objekte als liebevoll, wertschätzend und zuverlässig erfahren werden konstituieren sich entsprechende selbstrepräsentanzen, das heißt eine liebevolle beziehung zu sich selbst.
da dich ein picasso motiviert, sogar pusht, kann ich dir nur gratulieren[wobei ich an meine zeiten denke, als ich meinte, die blaue phase eines picasssos nachmalen zu
müssen, so sehr pushte er mich....]