warum ich "Die Grünen" seit 2001 nicht mehr wähle
als bewohner des 19. bezirkes - und wohl auch schon grundsätzlich als wiener, der "das grüne" bzw. die natur in all ihren grundformen sehr schätzt, schicke ich mich manchmal an, die freien tage damit zuzubringen, mich "in die luft" zu begeben, also ausflüge ins bewachsene um- und naheland durchzuführen.
naheliegend ist hier auch der besuch nahegelegener erhebungen, wo ja, dem volksmund folgend, "die luft" besonders gut, weil höherliegend, also dem verkehrssmog der urbanen niederungen enthoben ist. nahe liegt hier z.b. der kahlenberg (auf den ja auch einige stark befahrene straßen führen) und der cobenzl (auf dem sich vollere parkplätze befinden als im 1. bezirk, aber das nur nebenbei).
am cobenzl nun, den ich als berg von kindheit an kenne, befindet sich ja nicht nur seit einigen jahren der von mir sehr geschätzte "baumkreis", es befindet sich hier auch ein restaurant, wo die kellner auf die frage, ob man etwas bestellen will, mit der wendung "BEI MIR??" antworten, und eine kapelle, die lange eine hübsche ruine war und nun eine hübsche renovierte ruine ist. also vieles ist hier am cobenzl, was einen ausflug immer wieder lohnt.
unweit der busstation "cobenzl", bei der die wiener auszusteigen pflegen, wenn sie die grillhühner im nahegelegenen restaurant nicht mehr länger sich drehen lassen wollen, unweit dieser station also, dort befindet sich eine wiese. diese wiese liegt bergabwärts der station, neben ihr befinden sich straßen, weinbau und wanderwege. es ist dies eine wunderbare "zweckfreie" wiese, die scheinbar nur den sinn hat, schmetterlingen, spielenden kindern, bienen und hunden eine heimstatt zu bieten. eine dieser wunderbaren letzten flecken, die übergeblieben sind, dem bauwahne des menschen noch entflohen sind. ich liebe und liebte diese ganz spezielle wiese schon immer und besuche sie manchmal. diese wiese ist für mich eine attraktion, sie zieht mich also an.
im jahre 2001, im herbst, flatterte eine bezirkspostille der bezirkspartei "Die Grünen" in mein haus und informierte mich über die geistige ausrichtung dieser - wie sie meinen - beherzten politiker. ein artikel beschäftigte sich - ich war zunächst sehr überrascht - mit eben dieser wiese. allerdings war die schlussfolgerung des artikels für mich mehr als eine enttäuschung:

die grünen im 19. bezirk empfinden also ein schloß als attraktion - im unterschied zu einer wiese.
ich hinwiederum empfinde eine partei, die eine bebaute fläche einer freien wiese vorzieht, und sich gleichzeitig "Die Grünen" nennt, als unwählbar.
und so wird es sein.
naheliegend ist hier auch der besuch nahegelegener erhebungen, wo ja, dem volksmund folgend, "die luft" besonders gut, weil höherliegend, also dem verkehrssmog der urbanen niederungen enthoben ist. nahe liegt hier z.b. der kahlenberg (auf den ja auch einige stark befahrene straßen führen) und der cobenzl (auf dem sich vollere parkplätze befinden als im 1. bezirk, aber das nur nebenbei).
am cobenzl nun, den ich als berg von kindheit an kenne, befindet sich ja nicht nur seit einigen jahren der von mir sehr geschätzte "baumkreis", es befindet sich hier auch ein restaurant, wo die kellner auf die frage, ob man etwas bestellen will, mit der wendung "BEI MIR??" antworten, und eine kapelle, die lange eine hübsche ruine war und nun eine hübsche renovierte ruine ist. also vieles ist hier am cobenzl, was einen ausflug immer wieder lohnt.
unweit der busstation "cobenzl", bei der die wiener auszusteigen pflegen, wenn sie die grillhühner im nahegelegenen restaurant nicht mehr länger sich drehen lassen wollen, unweit dieser station also, dort befindet sich eine wiese. diese wiese liegt bergabwärts der station, neben ihr befinden sich straßen, weinbau und wanderwege. es ist dies eine wunderbare "zweckfreie" wiese, die scheinbar nur den sinn hat, schmetterlingen, spielenden kindern, bienen und hunden eine heimstatt zu bieten. eine dieser wunderbaren letzten flecken, die übergeblieben sind, dem bauwahne des menschen noch entflohen sind. ich liebe und liebte diese ganz spezielle wiese schon immer und besuche sie manchmal. diese wiese ist für mich eine attraktion, sie zieht mich also an.
im jahre 2001, im herbst, flatterte eine bezirkspostille der bezirkspartei "Die Grünen" in mein haus und informierte mich über die geistige ausrichtung dieser - wie sie meinen - beherzten politiker. ein artikel beschäftigte sich - ich war zunächst sehr überrascht - mit eben dieser wiese. allerdings war die schlussfolgerung des artikels für mich mehr als eine enttäuschung:

die grünen im 19. bezirk empfinden also ein schloß als attraktion - im unterschied zu einer wiese.
ich hinwiederum empfinde eine partei, die eine bebaute fläche einer freien wiese vorzieht, und sich gleichzeitig "Die Grünen" nennt, als unwählbar.
und so wird es sein.
david ramirer - Samstag, 9. September 2006, 21:58
also ich
dass sie, herr baron, das naturgemäß anders sehen, liegt auf der hand :-)
das
da aber dieser alte kasten schon vor meiner geburt entfernt wurde (und wohl, wenn er heute noch stehen würde, ein unzugängliches "kulturgut" für ein-zwei reiche bewohner sein würde) ist mir die wiese viel näher als das schloß.
es stehen genug derartige gebäude herum, und es wird genug geld in entsprechende renovierung gesteckt. das wiener stadtbild ist eines der zusammengeschustertsten österreichweit. hier draussen, an der peripherie passieren genug "revitalisierungskapitalverbrechen" (kahlenberg).
mir ist das kulturelle erbe weit weniger wichtig als die kulturelle gegenwart und zukunft.
und die lebt auf wiesen weit mehr als in gebäuden. aber das ist "nur" meine persönliche meinung. :-)