Nur so...
Auf die Strudlhofstiege zu Wien

Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten leichte Schuh und schwere Tritte
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.
Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.
Heimito von Doderer

Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten leichte Schuh und schwere Tritte
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.
Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.
Heimito von Doderer
david ramirer - Mittwoch, 4. Oktober 2006, 11:16
nur so
schönes bild
sinniges gedicht
grossartige stiege
unlesbares buch. :-))
zumindest ist der
(die Strudlhofstiege heißt übrigens nach einem Wiener Bildhauer, der aber gar nicht Strudl hieß, sondern Strudel. Typisch wienerische Schlamperei :)
:-)
so gut wie niemand weiß in wien, dass die strudlhofstiege nach dem maler peter strudel benannt worden ist, der da 1688 eine akademie gebaut hat. die meisten vermuten wohl, da war mal eine bäckerei :-))
Das Glasperlenspiel steht überhaupt auf einer anderen Liste. Da steckt sehr viel von Lebensüberzeugung dahinter und einige Entscheidungen in meinem Leben, die auf dem Glasperlenspiel fussen.
Aber vielleicht zur Anregung: umgefähr auf Seite 200 gibt es Sex. "... und dann tat René etwas situationsgemäß nicht Verkehrtes ...." (so wörtlich ich es aus der Erinnerung zitieren kann)
"Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer."
Das ist doch wunderbar - und ein netter Ankerhaken für fürdere Glücksuntersuchungen;)